Ausgangslage

Der menschengemachte Klimawandel schreitet mit zunehmender Geschwindigkeit voran – die Schweiz ist dabei besonders stark vom Temperaturanstieg betroffen. Bis 2050 soll die Schweiz CO₂-neutral sein; die Hauptverursacher der Emissionen sind Gebäude, Verkehr und Landwirtschaft.
Der motorisierte Verkehr belastet unsere Stadt jedoch nicht nur durch CO₂-Emissionen, sondern auch durch Lärm, Feinstaub und weitere gesundheitsschädliche Schadstoffe. Diese verringern die Lebensqualität der Dietikerinnen und Dietiker erheblich und verursachen grosse Gesundheitsschäden. Hinzu kommt, dass sich im Gemeindegebiet jedes Jahr Unfälle ereignen, bei denen Fussgängerinnen und Fussgänger oder Velofahrende zu Schaden kommen.

Unsere Ziele für Dietikon

Wir setzen uns dafür ein, dass Dietikon die Resilienz gegen die Folgen des Klimawandels – insbesondere Hitzewellen und Starkregen – kontinuierlich stärkt. Fossile Energieträger sollen vollständig aus der Energieversorgung verschwinden und durch erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft ersetzt werden.
Bei Neu- und Umbauten streben wir eine konsequente Minimierung des CO₂-Fussabdrucks an. Gleichzeitig wollen wir die Lärm- und Schadstoffbelastung durch den motorisierten Verkehr deutlich senken, dem Langsamverkehr im Stadtzentrum und in den Wohnquartieren Vorrang einräumen und die Sicherheit für Fussgängerinnen, Fussgänger und Velofahrende spürbar verbessern.

Ins Handeln kommen

Beim Schutz vor Klimafolgen setzen wir auf das Konzept der Schwammstadt: Entsiegelung von Flächen, Sickerflächen, Bäume und künstliche Schattenspender sollen flächendeckend eingesetzt werden. Den Hochwasserschutz wollen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton weiter ausbauen.
Bei der Energieversorgung unterstützen wir den Bau von Windkraftanlagen auf dem Honeret und fordern den maximalen Ausbau von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden – einschliesslich an Fassaden.
Einwohnerinnen und Einwohnern helfen wir aktiv bei der Gründung von lokalen Energiegemeinschaften (LEGs). Über das städtische Gasnetz soll kein fossiles Gas mehr verteilt werden, und wir werden darauf hinwirken, dass auch der Energieversorger Limeco vollständig auf fossile Energieträger verzichtet.
Im Bereich Verkehr fordern wir Tempo 30 auf allen Gemeindestrassen sowie sichere und durchgängige Fuss- und
Velowege im gesamten Stadtgebiet. An allen Lichtsignalanlagen soll der Langsamverkehr Vorrang erhalten.
Beim Umgang mit städtischen Gebäuden sprechen wir uns gegen Abriss und Neubau aus und bevorzugen
stattdessen Umbauten. Wo Neubauten unumgänglich sind, sollen ökologische Baumaterialien anstelle von
herkömmlichem Beton zum Einsatz kommen.